Bitcoin-Produktion in China trotz Pekings Verbot des Krypto-Minings wieder in Schwung

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Im September 2021 machte China etwas mehr als 22 % des gesamten Bitcoin-Mining-Marktes aus, so eine Untersuchung der Universität Cambridge. Paul Ratje | The Washington Post | Getty Images

Bitcoin-Schürfer geben in China nicht auf, obwohl Peking diese Praxis verboten hat. China war einst das größte Krypto-Mining-Zentrum der Welt, auf das zwischen 65 % und 75 % der gesamten „Hash-Rate“ – oder Rechenleistung – des Bitcoin-Netzwerks entfielen. Doch der Anteil des Landes an der weltweiten Bitcoin-Mining-Kapazität ist laut Daten der Universität Cambridge im Juli und August 2021 auf Null gesunken, nachdem die Behörden erneut hart gegen Kryptowährungen vorgegangen sind. Zu den Maßnahmen, die China ergriff, gehörte die Abschaffung des Krypto-Minings, des energieintensiven Prozesses, der zur Schaffung einer neuen digitalen Währung führt. Dies führte dazu, dass mehrere Miner in andere Länder flohen, darunter die USA und Kasachstan, das an China grenzt. Wie CNBC bereits berichtet hat, sind in China seither mehrere unterirdische Minenbetriebe entstanden, wobei die Minenarbeiter darauf achten, Pekings Verbot zu umgehen. Eine neue Studie des Cambridge Centre for Alternative Finance zeigt nun, dass sich das chinesische Bitcoin-Mining schnell wieder erholt hat. Im September 2021 machte China etwas mehr als 22 % des gesamten Bitcoin-Mining-Marktes aus, wie die Daten der Cambridge-Forscher zeigen.

Das bedeutet, dass China wieder ein globaler Top-Akteur im Bitcoin-Mining ist – an zweiter Stelle nach den USA, die China im letzten Jahr als größtes Zielland für den Sektor abgelöst haben. Es gibt einen Vorbehalt: Die Forschungsmethodik stützt sich auf die aggregierte Geolokalisierung von riesigen Bitcoin-Mining-Pools“ – die Rechenressourcen kombinieren, um neue Token effektiver zu schürfen -, um festzustellen, wo sich die Aktivitäten in verschiedenen Ländern konzentrieren. Dieser Ansatz könnte anfällig für eine „absichtliche Verschleierung“ durch einige Bitcoin-Miner sein, die ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) nutzen, um ihren Standort zu verschleiern, so die Forscher. VPNs ermöglichen es den Nutzern, ihren Datenverkehr über einen Server in einem anderen Land zu leiten, was sie zu einem praktischen Werkzeug für Menschen in Ländern wie China macht, in denen die Internetnutzung stark eingeschränkt ist. Dennoch fügten sie hinzu, dass diese Einschränkung die Genauigkeit der Analyse nur „mäßig“ beeinträchtigen würde.

Was ist Bitcoin-Mining?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Währungen sind Kryptowährungen dezentralisiert. Das bedeutet, dass die Verarbeitung von Transaktionen und die Prägung neuer Währungseinheiten von einem verteilten Computernetzwerk und nicht von Banken oder anderen Vermittlern übernommen wird. Um eine Bitcoin-Zahlung zu ermöglichen, müssen sogenannte Miner der Gültigkeit der Transaktion zustimmen. Dazu müssen komplexe Berechnungen durchgeführt werden, um ein Puzzle zu lösen, dessen Schwierigkeitsgrad steigt, je mehr Miner sich dem Netzwerk, der so genannten Blockchain, anschließen.

Derjenige, der das Rätsel als Erster löst, darf einen neuen Stapel von Transaktionen zur Blockchain hinzufügen und wird für seine Mühe mit Bitcoin belohnt.

Warum ist Peking besorgt?