Das Rennen um die Wettbewerbsfähigkeit von grünem Wasserstoff hat begonnen. Und Europa baut Elektrolyseure im industriellen Maßstab, um zu helfen

Eine Art der Wasserstofferzeugung ist die Elektrolyse, bei der ein elektrischer Strom Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff spaltet. Wenn der bei diesem Verfahren verwendete Strom aus einer erneuerbaren Quelle stammt, sprechen manche von „grünem“ Wasserstoff.

Siemens Energy und Air Liquide haben Pläne zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens bekannt gegeben, das sich auf die Herstellung von „Elektrolyseuren für erneuerbaren Wasserstoff im industriellen Maßstab in Europa“ konzentrieren soll.

Dieser Schritt, der am Donnerstag bekannt gegeben wurde, ist der jüngste Versuch, einen Weg zu finden, die Kosten für die Produktion von „erneuerbarem“ oder „grünem“ Wasserstoff zu senken und den Sektor wettbewerbsfähig zu machen.

Die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens, an dem Siemens Energy mit 74,9 % und Air Liquide mit 25,1 % beteiligt sein werden, bedarf noch der Zustimmung der Behörden.

Wenn alles nach Plan läuft, wird der Hauptsitz des Unternehmens in Berlin sein, wo auch eine Anlage zur Herstellung von Elektrolysemodulen (Stacks) angesiedelt sein wird.

Pläne für eine Elektrolyseur-Produktion in der deutschen Hauptstadt waren bereits zuvor angekündigt worden. Die Produktion soll im Jahr 2023 beginnen und im Jahr 2025 eine jährliche Produktionskapazität von 3 Gigawatt erreichen.

Die Europäische Kommission, das Exekutivorgan der Europäischen Union, hat bereits erklärt, dass sie im Jahr 2030 in der EU 40 GW an Elektrolyseuren für erneuerbaren Wasserstoff installieren möchte.

Im Februar 2021 kündigten Siemens Energy und Air Liquide Pläne für die Entwicklung einer „groß angelegten Elektrolyseur-Partnerschaft“ an.