Ein weiterer "algorithmischer" Stablecoin ist unter seine 1-Dollar-Marke gefallen - aber Experten sagen, dass es sich nicht um "Terra 2.0" handelt

Kryptowährungen sind nach dem Zusammenbruch eines sogenannten Stablecoins namens terraUSD stark unter Druck geraten.

Ein umstrittener Stablecoin, der kurz vor dem Zusammenbruch eines ähnlichen Tokens namens terraUSD eingeführt wurde, kämpft darum, seine Bindung an den US-Dollar aufrechtzuerhalten.

USDD, ein sogenannter „algorithmischer“ Stablecoin, der immer 1 Dollar wert sein soll, stürzte am Sonntag auf bis zu 93 Cent ab. Der Schöpfer der Münze hat eine Reserve von Bitcoin und anderen digitalen Token im Wert von fast 2 Mrd. USD angelegt, um einen Puffer für den Fall zu haben, dass Investoren in Massen fliehen.

Die Situation hat zu Befürchtungen geführt, dass USDD das gleiche Schicksal erleiden könnte wie terraUSD oder UST, der gescheiterte sogenannte Stablecoin, der Teil eines Experiments namens Terra war. Der Zusammenbruch von UST löste einen breiteren Ausverkauf bei Kryptowährungen aus, der sich in den letzten Wochen durch eine wachsende Liquiditätskrise auf dem Markt noch verschärft hat.

Die Tron DAO Reserve, die den Stablecoin überwacht und verwaltet, sagte, ein gewisses Maß an Volatilität des USDD-Preises sei angesichts seiner „dezentralen“ Natur zu erwarten.

„Ein gewisser Prozentsatz an Volatilität ist unvermeidlich“, twitterte die Organisation letzte Woche. „Derzeit liegt die Marktvolatilität bei +- 3 %, ein akzeptabler Bereich. Wir werden den Markt sehr genau beobachten und entsprechend handeln.“

USDD wurde am Mittwoch mit rund 97 Cents gehandelt.

Trotz der Befürchtungen, dass sich die Terra-Saga wiederholen könnte, halten Experten dies für unwahrscheinlich, da USDD viel kleiner ist und von Krypto-Investoren kaum angenommen wurde.