Ex-DDR-Kapitän Bernd Bransch ist tot

Er war einer der höchstausgezeichneten Fußballer der DDR und einer der größten Erfolge der Nationalmannschaft. Jetzt ist Bernd Bransch gestorben. Sein Ex-Club trauert auch

Bernd Bransch, der ehemalige DDR-Fußballnationalmannschaftskapitän, ist tot. Mit seinem langjährigen Verein Hallescher FC lernte er von der Familie, der 77-Jährige starb am Sonntag nach langer Krankheit. Bei den Olympischen Sommerspielen 1976 und den Olympischen Spielen 1972 gewann er die Goldmedaille. 1974 leitete Bransch als Kapitän das Team auf dem Feld bei der einzigen WM-Teilnahme an einer DDR-Auswahl. Nach Hans-Jürgen Dörner und Joachim Streich ist Bransch der dritte prominente ostdeutsche Fußballer, der in diesem Jahr starb

„Im Namen aller Mitglieder, Aktivisten, Fans, Sponsoren, Mitarbeiter und Ausschussmitglieder spreche ich der Familie Bernd Bransch unser aufrichtiges Beileid aus. Es liegt an uns allen, an unser Ehrenmitglied, eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Vereins und der wichtigste Botschafter der Stadt Halle, zu erinnern und sein Vermächtnis fortsetzen, sagte HFC-Präsident Jens Rauschenbach

Bransch spielte fast 300 Mal für den SC Chemie Halle und dessen Nachfolger Hallescher FC Chemie. 1968 und 1974 wurde er zum „DDR-Fußballer des Jahres“ gewählt. Nach dem Abstieg der Hallenser 1973 wechselte Bransch, der vom Stürmer zum Libero wechselte, zum FC Carl Zeiss Jena, mit dem er in der gleichen Saison den Pokal gewann – sein einziger Vereinsmeistertitel. In der Saison 1974/75 kehrte er zu HFC zurück. In der DDR-Oberliga erzielte er 43 Tore für seine Vereine

Nach dem Ende seiner Karriere 1977 wurde Bransch Funktionär. Er trainierte den HFC für kurze Zeit nach der Vereinigung der beiden Länder in der 2. Im Alter von 70 Jahren war er noch im Verwaltungsrat des Vereins.