Jose Mourinho gewinnt alle drei Uefa-Europapokale: Endgültig unsterblich

Mit Erfolg in der Conference League ist José Mourinho der erste Trainer, der alle drei Europapokale der Uefa gewonnen hat. Das hat seinen bereits legendären Ruf gefestigt

Er ist und bleibt der „Besondere“, der Besondere. Nach dem knappen 1: 0-Endspurt seiner AS Rome gegen Feyenoord Rotterdam hielt José Mourinho seine Hand frei und zeigte allen Zuschauern, was er für bemerkt hielt: fünf. Fünf Europacup-Finale. Fünf Siege. Auch in der neu geschaffenen Uefa Conference League hat der portugiesische Starttrainer sein Blatt sauber gehalten

Uefa Cup 2003 und Champions League 2004 beim FC Porto, 2010 wieder bei Inter Milan in der Premier League, 2017 bei Manchester United – und nun bei AS Rome in der Conference League 2022

Als ob dieser Endspielrekord nicht schon hervorragend genug wäre, ging Mourinho an diesem Mittwochabend von Tirana fast ewig in die Geschichtsbücher der Uefa ein. Der exzentrische 59-Jährige war der erste Trainer, der die Titel aller drei Vereinswettbewerbe der europäischen Fußballverband

Ob Zufall oder Schicksal, dass Mourinho als Trainer in der Premier League-Ausgabe, die nur in dieser Saison gestartet wurde, am Rande saß. Tatsache ist, dass er sich mit diesem Triumph für immer unsterblich gemacht hat. Und das in einer Phase seiner Karriere, in der ihn schon viele Zweifler auf dem absteigenden Ast sahen

Seine Zeit beim englischen Rekordmeister Manchester United war von Streitereien und Feindseligkeiten geprägt, aber trotz dreier Titel (neben der Europa League gewann er den English League Cup und den English Super Cup ) konnte er die überwältigenden Erwartungen der Post-Ferguson-Ära nie erfüllen. = = = Tottenham Hotspur = = = Er wurde im Herbst 2019 zum Tottenham Hotspur ernannt und hat seine Trainerlaufbahn ohne Titel abgeschlossen

In Rom hat sich Mourinho wiedergefunden. Von allen Clubs, die mit Leidenschaft und Stolz zu implodieren drohen, fehlt aber die immanente Besessenheit vom Erfolg der Portugiesen. Genau diese Umgebung gibt Mourinho neue Impulse. denn es gibt bereits Spieler, die mit Opfern kämpfen und einen Trainer, der junge Talente fördert. Auch nach dem Finale gegen Leicester City weinte der sonst mürrische Trainer unaufhaltsam und klopfte sich immer wieder auf die Brust. In Rom, erklärte Mourinho später, habe er wieder die Freude am Fußball gefunden, er fühle sich so willkommen wie in jedem anderen Verein