Nachfrage nach Hypotheken mit variabler Verzinsung steigt angesichts des größten Zinssprungs seit 13 Jahren

Laut dem saisonal bereinigten Index der Mortgage Bankers Association stiegen die Hypothekenanträge für den Erwerb von Wohneigentum in der vergangenen Woche um 8 % gegenüber der Vorwoche, was zum Teil auf die Nachfrage nach Hypotheken mit variabler Verzinsung zurückzuführen ist. Die Anträge waren jedoch 10 % niedriger als in der gleichen Woche vor einem Jahr.

Der starke Anstieg der Hypothekenzinsen könnte die Nachfrage nach Eigenheimen tatsächlich angekurbelt haben, vielleicht weil die Verbraucher befürchteten, dass die Zinsen noch weiter steigen würden. Die Hypothekenzinsen stiegen auf den höchsten Stand seit 2008 und verzeichneten in der vergangenen Woche den größten Anstieg innerhalb einer Woche seit 13 Jahren.

In der Zwischenzeit stieg der durchschnittliche Vertragszinssatz für 30-jährige Festhypotheken mit konformen Darlehenssalden (647.200 $ oder weniger) von 5,65 % auf 5,98 %, wobei die Zinsen für Darlehen mit einer Anzahlung von 20 % von 0,71 auf 0,77 Punkte stiegen (einschließlich der Ausfertigungsgebühr). Die Zinssätze sind nun fast doppelt so hoch wie vor einem Jahr.

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„Die zweite Woche in Folge stiegen die Kaufanträge – vor allem durch konventionelle Anträge – und der Anteil der ARMs an den Anträgen stieg wieder auf über 10%“, schrieb Joel Kan, ein MBA-Ökonom. „Die durchschnittliche Kredithöhe liegt mit knapp über 420.000 Dollar deutlich unter dem Höchststand von 460.000 Dollar zu Beginn des Jahres und ist möglicherweise ein Zeichen dafür, dass sich der Anstieg der Immobilienpreise abschwächt.“

Hypotheken mit variabler Verzinsung bieten niedrigere Zinssätze und können in der Regel für eine Laufzeit von fünf, sieben oder 10 Jahren festgeschrieben werden. Diese Darlehen gelten zwar als risikoreicher, weil sie sich an höhere oder niedrigere Zinssätze anpassen können, doch werden sie viel strenger gehandhabt als während des letzten Immobilienbooms vor mehr als zehn Jahren, der schließlich zu einem epischen Immobiliencrash führte.

Die Käufernachfrage könnte auch steigen, weil das Angebot an zum Verkauf stehenden Häusern endlich wächst. Laut Realtor.com ist der aktive Bestand landesweit um 17 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Häuser werden jetzt schneller verkauft als noch vor einem Jahr.

Die Anträge auf Refinanzierung eines Wohnungsbaudarlehens gingen in dieser Woche um 3 % zurück und lagen um 77 % niedriger als in der gleichen Woche vor einem Jahr. Der Anteil der Refinanzierungsanträge an der gesamten Hypothekenaktivität sank von 31,7 % in der Vorwoche auf 29,7 %.